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Schulden
Endlich schuldenfrei...
Langfristig raus aus den Schulden. Einen Überblick der finanziellen Situation schaffen.

Um seinen Schulden langfristig entgegen zu wirken, gibt es verschiedene Möglichkeiten: eine Umschuldung, Ratenzahlungsvereinbarungen mit den Gläubigern, eine gerichtliche Prozedur vor dem Arbeitsrichter (genannt „Kollektive Schuldenregelung“)...

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, ein Ende der Überschuldungssituation herbeizuführen und schon zu Anfang festzulegen, wann dieses Ende erreicht wird.

Sie können die Voraussetzungen um dieses Ziel zu erreichen selber verbessern. Zum Beispiel durch das Ordnen Ihrer Unterlagen, das Erstellen einer Liste Ihrer Gläubiger, einer Ein- und Ausgabentabelle, durch die Analyse Ihrer Einnahmen (können Sie diese erhöhen?), sowie die Analyse Ihrer Ausgaben (können Sie bei der einen oder anderen Ausgabe sparen?).

Zusätzliche Informationen zur Kollektiven Schuldenregelung finden Sie im gleichnamigen Artikel.

Vordrucke für diese ersten „Arbeitsschritte“ gibt es bei der VSZ oder dem Schuldnerberatungsdienst Ihrer Gemeinde.

Was die Liste der Gläubiger angeht, kann Ihnen ein Schuldnerberater helfen, die verschiedenen Forderungen einzeln unter die Lupe zu nehmen, d.h. die juristische Stichhaltigkeit zu prüfen und mögliche privilegierte Gläubiger zu ermitteln.

Allein durch die Tatsache, dass Sie sich nun einen genauen Überblick über Ihre finanzielle Situation verschafft haben, ist es nun einfacher, einen Weg „hinaus“ zu wählen und zu gehen.

Der einfache Rückzahlungsplan

Hier werden Vereinbarungen mit den Gläubigern getroffen um in einem vernünftigen Zeitraum die Gesamtheit der Forderungen zurück zu zahlen.

Hier können sowohl die Gläubiger als auch der Schuldner Kompromisse eingehen.

Seitens der Schuldner sind die Angebote beispielsweise: Einnahmen erhöhen, Ausgaben reduzieren, Begleitung oder Kontoverwaltung durch Sozialdienst akzeptieren, Offenlegung der finanziellen, sozialen (eventuell der gesundheitlichen) Situation.... So stellt der Schuldner seinen „guten Willen“ unter Beweis.

Seitens der Gläubiger kann ebenfalls ein Entgegenkommen erfolgen. Zum Beispiel: einem Zinsstopp zustimmen oder auf bis dato entstandene Kosten und Zinsen ganz bzw. teilweise verzichten. Bittet man den Gläubiger, dass er die Abzahlungen zuerst auf den Hauptbetrag verrechnet und danach auf die Zinsen, wird eine Rückzahlungsspirale vermieden. Um die Entstehung weiterer neuer Kosten einzudämmen kann der Schuldner in gewissen Fällen erneut beim Ursprungsgläubiger statt bei Gerichtsvollzieher oder Inkassobüro abzahlen.

Ein Schuldnerberater kann bei den Verhandlungen die Rolle des Vermittlers einnehmen. Er ist jedoch besonders darauf bedacht, Sie als Schuldner auf Ihre Rechte hinzuweisen und Sie zu beraten, wie Sie diese durchsetzen können.

Die kollektive Schuldenregelung

Bei der Kollektiven Schuldenregelung handelt es sich um eine gerichtliche Entschuldungsprozedur, welche durch ein Gesetz vom 5. Juli 1998 geregelt wird.

Jeder, der diesen Weg der Entschuldung gehen möchte, hat das Recht dazu, wenn die folgenden 5 Bedingungen erfüllt sind:

- Privatperson mit Wohnsitz in Belgien;

- Über 18 Jahre;

- Seine Schulden auf absehbare Zeit nicht zurückzahlen können;

- Seine Zahlungsunfähigkeit nicht offensichtlich organisiert haben;

- Seit mindestens sechs Monaten keiner kaufmännischen Tätigkeit mehr nachgehen.

Mit Annahme des Antrags stoppen alle Prozeduren, die durch die Gläubiger eingeleitet wurden, sodass der Antragsteller von nun an geschützt ist gegen jegliche Eintreibungsmaßnahmen.

Der Antrag wird beim Arbeitsrichter hinterlegt, der diesen prüft. Ab Annahme des Antrags wird ein Schuldenvermittler (ein Anwalt, Notar, Gerichtsvollzieher oder anerkannter Schuldnerberatungsdienst) durch den zuständigen Arbeitsrichter bestimmt, der die Einkünfte des/der Antragsteller(s) erhält, ein Haushaltsbudget festlegt und den Auftrag hat, einen gütlichen Rückzahlungsplan zu erarbeiten. Gelingt dies nicht, kann der Pfändungsrichter einen gerichtlichen Plan anordnen.

Der Schuldenvermittler wird von nun an und bis Ende der Prozedur die gesamte finanzielle Situation verwalten und dies im Interesse aller implizierten Parteien.

Die Prozedur wird meist beantragt, wenn der einfache Rückzahlungsplan nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führt, d.h. wenn eine Einigung zwischen Gläubigern und Schuldnern nicht (mehr) möglich ist.

 



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