Ernährung
Vorsicht vor zu vielen Zusatzstoffen
25.04.2017 – Lebensmittel ohne Zusatzstoffe sind eine Seltenheit: sie kommen ohne nicht mehr aus. Mehr als 350 von ihnen bestimmen, warum Süßigkeiten so bunt sind, Fertigsalate länger halten und wieso wir gerne Salami essen. Die Verbraucherschutzzentrale und der Patienten Rat&Treff warnen vor zu vielen Zusatzstoffen.

Zusatzstoffe sind Stoffe, die Lebensmitteln absichtlich zugesetzt werden, um sie besser verarbeiten zu können, haltbarer, schöner oder appetitlicher zu machen.

E-Nummern

„E“ steht für Europa. Die E-Nummer ist ein Code, mit dem jeder Stoff eindeutig identifiziert werden kann. Alle E-Nummern haben ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Hersteller sind dazu verpflichtet, alle in einem Lebensmittel verwendeten Zusatzstoffe in der Zutatenliste aufzulisten.

Machen Zusatzstoffe krank?

Die meisten Zusatzstoffe gelten als unbedenklich. Andere können Einfluss auf die Verdauung haben, problematisch sein für Stoffwechselerkrankungen oder sie können auch Allergien auslösen. Vorsicht ist gerade bei Kindern und empfindlichen Personen geboten. Fakt ist: Viele Risiken sind noch nicht eingehend erforscht.

Einige Zusatzstoffe stehen im Verdacht, Krankheiten auszulösen:

  • Aspartam (E951) ist ein chemischer Süßstoff, der vor allem in vielen Light-Produkten vorkommt. Er soll Stoffwechselerkrankungen hevorrufen.
  • Natriumnitrit (E205) ist ein Konservierungsmittel, das häufig in Wurstwaren eingesetzt wird. Beim Erhitzen kann sich das krebserregende Nitrosamin bilden.
  • Azorfarbstoffe (E102, E104, E110, E122, E124, E129) kommen vor allem in Kinderlebensmitteln vor. Sie stehen im Verdacht Allergien, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern hervorzurufen.
  • Phosphatsalz (E338-343, E450-452) ist ein Konservierungsmittel, das häufig in Schmelzkäse, Cola und Wurstwaren vorkommt. Die tägliche Einnahme dieser Salze kann langfristig Blutgefäse und Knochen schädigen.
  • Glutamat und Glutaminsäure (E620-625) sind bekannte Geschmacksverstärker, die als bedenklich gelten und u.a. das sogenannte „China-Restaurant-Syndrom“ mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Taubheitsgefühlen auslösen kann. Kinder sollten diesen Zusatzstoff möglichst vermeiden.

Zusatzstoffe als Mogelpackung?

Nicht alle Zusatzstoffe sind schlecht, aber die Lebensmittelindustrie zielt vor allem auf Umsatzförderung und Kundenbindung ab und nutzt dazu jegliche Tricks.

Was kann der Verbraucher tun?

  • Fertigprodukte meiden. Manche Hersteller verzichten bewusst auf Zusatzstoffe (z.B. Frosta). In Bio-Produkten sind weniger Zusatzstoffe zu finden.
  • Auf knallbunte Süßigkeiten verzichten.
  • Frisch zubereiten, selbst kochen.
  • Zutatenliste aufmerksam lesen.
  • Lebensmittel mit endlosen Zutatenlisten und vielen Zusatzstoffen aussortieren.

 

 

 

 

 



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